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NABU-Gruppe Kirchhain

NABU Kirchhain

Rettet den Kiebitz!

Die NABU-Aktiven in Kirchhain kämpfen für den „Gaukler der Lüfte“ – im Vogelschutzgebiet Amöneburger Becken.

Der Kiebitz ist ein Bodenbrüter und in unserem Landkreis vom Aussterben bedroht. Die aktiven NABU-Mitglieder in Kirchhain widmen sich deshalb vor allem dem Kiebitzschutz im landwirtschaftlich geprägten Vogelschutzgebiet Amöneburger Becken.

Ausgewachsener Kiebitz im Ohmbecken

Warum der Kiebitz uns braucht

Der Kiebitz brütet am Boden – seine Gelege mit meist vier Eiern sind eine leichte Beute für Füchse, Waschbären und Marder. Werden die Nester gefunden, hat der Kiebitz keine Chance, Nachwuchs großzuziehen.

Durch das jährliche Aufstellen stromführender Litzenzäune werden die Gelege geschützt – so können wieder Jungvögel flügge werden.

Foto: Michaela Weickelt

Helferinnen und Helfer beim Aufbau des Schutzzauns

Großeinsatz für den Kiebitz

Im März 2025 errichteten rund 30 überwiegend junge Helferinnen und Helfer in den Ohmwiesen bei Kirchhain-Großseelheim temporäre Prädatoren-Schutzzäune auf zwei Ackerflächen – geleitet von Michaela Weickelt von der NABU-Gruppe Kirchhain.

Solche Arbeitseinsätze gibt es seit über acht Jahren. Sie sind nicht nur aktiver Naturschutz, sondern auch eine wertvolle Lernerfahrung über die Herausforderungen, denen Kiebitze in unserer Agrarlandschaft begegnen.

Foto: Winfried Kräling

Gruppenfoto des Arbeitseinsatzes 2025

Gemeinsam mit der Landwirtschaft

Der Erfolg hängt von der Kooperation mit den Landwirten ab: Zwei Betriebe aus Großseelheim stellen seit Jahren Ackerflächen als Schwarzbrache zur Verfügung und erhalten dafür Ausgleichsgeld – organisiert über den Fachdienst Agrarförderung und Agrarumwelt des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Foto: Winfried Kräling

Der fertige Litzenzaun schützt die Gelege vor Fressfeinden.
Der fertige Litzenzaun schützt die Gelege vor Fressfeinden.
Kiebitzacker im Amöneburger Becken.
Kiebitzacker im Amöneburger Becken.

Mitmachen beim NABU Kirchhain

Die NABU-Aktiven treffen sich zu einem regelmäßigen Stammtisch, um gemeinsame Aktionen vorzubereiten und sich auszutauschen.

Die Region Kirchhain bietet außerdem einige interessante Hotspots, um auch seltenere Zugvögel zu beobachten. Wer Interesse hat, kann sich bei der NABU-Gruppe Kirchhain gerne melden: m.weickelt@nabu-marburg-biedenkopf.de

Fotos: Winfried Kräling, Michaela Weickelt / NABU Kirchhain

Stand: August 2026