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Stollensicherung Blankensteinstollen

Ausgangssituation: Der Obere und der Untere Blankensteinstollen bei Gladenbach liegen auf Privatgelände und werden seit langem von verschiedenen Fledermausarten als Winterquartier genutzt. Durch nachrutschendes Erd- und Gesteinsmaterial waren beide Eingänge immer schlechter zugänglich; die alten Gitter ließen sich nicht mehr öffnen oder fehlten ganz. Der Eigentümer wollte die Eingänge im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht gegen Unfälle sichern. Bei einem Treffen mit dem Eigentümer, der Unteren Naturschutzbehörde und den Fledermausleuten der NABU-Gruppe Gladenbach wurde das Vorgehen abgestimmt.

Halb verschütteter Stolleneingang im Fels

Projektphase

Die Arbeiten mussten außerhalb der Winterruhe zwischen Mitte April und Ende September stattfinden. Ein heimisches Unternehmen übernahm die Baggerarbeiten im unwegsamen Waldgelände, Schweißarbeiten und Felsverankerungen. Mehrere Kubikmeter Erde und Geröll wurden vor den Eingängen weggebaggert.

Etwa 2 m³ Geröll in den Stolleneingängen haben wir als NABU-Gruppe in mühsamer Handarbeit mit Spitzhacke, Schaufel und Eimer herausgeholt.

Neues Gittertor im Eingang des Oberen Stollens

Ergebnis

Am Oberen Stollen wurde ein neues Gitter mit Felsankern montiert. Es lässt Fledermäusen den Einflug und auch anderen Arten wie Amphibien ungehinderten Zugang; durch die offene Bauweise bleibt die Luftzirkulation erhalten. Am Unteren Stollen wurde das nun wieder zugängliche Gitter repariert und ergänzt – das Tor ist für die Winterkontrollen wieder nutzbar.

Nach zwei Jahren Planungs- und Bauphase wurden die Arbeiten im Herbst 2024 abgeschlossen und abgenommen. Wir danken allen Mitwirkenden für die gute Zusammenarbeit!

Freigraben des Eingangs
Freigraben des Eingangs
Arbeiten im Stolleneingang
Arbeiten im Stolleneingang
Einbau des Gitters
Einbau des Gitters
Geröll wird abtransportiert
Geröll wird abtransportiert
Das reparierte Gitter am Unteren Stollen
Das reparierte Gitter am Unteren Stollen

Fotos: NABU Gladenbach

Ansprechpartner: NABU Gladenbach

Stand: Herbst 2024